Der Hintergrund
Der Hintergrund ist der Raum hinter dem Motiv.
Ich unterscheide drei verschiedene Arten von Hintergründen:
1. Einen Hintergrund der in der Unschärfe verschwindet oder keine erkennbaren Konturen hat. Das Motiv ist völlig vom Hintergrund isoliert. Dort soll nur die Farbe des Hintergrundes mit dem Motiv harmonieren.
2. Ein Hintergrund der erkennbare Konturen zeigt. Dieser Hintergrund soll das Motiv ergänzen, soll Fortführung des Motivs sein, soll eine typische oder prägende Umgebung für das Motiv sein. Hier gibt es eine Beziehung zwischen Motiv und Hintergrund. Wichtig ist, dass das Hauptmotiv klar im Vordergrund steht und den ersten Blick auf sich lenkt. Der Hintergrund soll ergänzen nicht ablenken.
3. Ein Bild das keine deutliche Unterscheidung zwischen Hauptmotiv und Hintergrund kennt. Das Bild soll als Gesamtes wirken, der Blick soll über das Bild wandern und nirgendwo hängen bleiben.
Sehr oft passt der Hintergrund nicht zum Motiv. Er hat ein anderes Thema oder unpassende Form, Farbe, Helligkeit oder er hat stark aufdringliche Kontraste.

Dann wähle ich die völlige Isolierung des Motivs vom Hintergrund. Hier braucht man allerdings ein starkes Hauptmotiv welches sofort ins Auge springt. Die Frage, warum der Fotograf das Bild gemacht hat, soll sofort klar sein. Am Besten ist die Frage stellt sich erst gar nicht.
Isolierung vom Hintergrund
Man kann durch einen Standortwechsel häufig Störendes im Hintergrund vermeiden. Einige Meter nach rechts oder links können Wunder bewirken. Manche Motive sind beweglich, man kann sie z.B. auf einen Hügel stellen und hat nur den Himmel dahinter. Wenn es nicht möglich ist, den Konflikt zwischen Hauptmotiv und Hintergrund zu vermeiden, sollte man auf das Bild verzichten.
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